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Die Stadtkapelle Freising feiert bekanntermaßen im laufenden Jahr ihr 20-jähriges Bestandsjubiläum, mit dem Musikverein Winklern-Oberwölz „D’Hinteregger“ können wir aber bei Weitem nicht mithalten. Sage und schreibe 135 Jahre liegt deren Gründung bereits zurück, und dieser Jahrestag wurde natürlich gebührend gefeiert. Auch die Stadtkapelle Freising war zum Jubiläumswochenende vom Freitag, dem 13. bis Sonntag, dem 15. Juli eingeladen – und leistete dieser Einladung selbstverständlich gern Folge.

So machte sich die Freisinger Delegation kurz nach Freitag Mittag auf den Weg in Richtung unserer steirischen Partnerstadt Oberwölz. Den Abend konnten wir dann bereits mit dem jubilierenden Musikverein im Festzelt verbringen, das von der Blasmusikformation „Pro Solisty“ eingeheizt wurde.

Nach einer mehr oder weniger langen Nacht stand die Zeit bis zu unserem nachmittäglichen Konzert im Festzelt zur freien Verfügung. So wurden die in der Umgebung sich bietenden Gelegenheiten gerne genutzt – von der Wandung auf die umliegenden Berge über eine Tour im Hochseilgarten bis hin zu einem Spaziergang auf Schloss Rothenfels mit einer anschließenden Weinprobe war alles dabei. In Sachen kreativer Freizeitgestaltung lässt sich die Stadtkapelle eben so leicht nichts vormachen.

Ein Höhepunkt in unserem Konzert war dann ohne Zweifel der Moment, als der Oberwölzer Ehrenkapellmeister Reinfried Galler den Taktstock in die Hand nahm, um den von ihm selbst komponierten Marsch „Gruß an Freising“ zu dirigieren. So etwas erleben wir sehr selten, dass ein Komponist sein eigenes Werk dirigiert.

Eine illustre Gästeschar fand sich schließlich am Sonntag vormittags in der Oberwölzer Innenstadt ein, um dem offiziellen Festakt beizuwohnen. Darunter waren mit Erich Riegler der Präsident des Österreichischen Blasmusikverbandes und mit Manuela Khom die Vizepräsidentin des Steirischen Landtages – über fehlende Wertschätzung von offizieller Seite kann man sich wirklich nicht beklagen. Schließlich ist als außergewöhnliche Besonderheit noch die Anwesenheit einer waschechten Weltmeisterin zu vermelden. Nici Schmidhofer hat im Jahr 2017 bei den Alpinen Skiweltmeisterschaften in St. Moritz den Super-G gewonnen und schlägt in ihrer Freizeit beim Musikverein Schönberg-Lachtal die große Trommel. Auf dem Fell selbiger Trommel ist als Blickfang ihr Konterfei mit der Goldmedaille abgebildet – wenn man schon eine Weltmeisterin in den eigenen Reihen hat, dann darf und muss man das natürlich auch gehörig zeigen.

Sinnigerweise fand der Festakt in direkter Nachbarschaft zum Österreichischen Blasmusikmuseum statt, das seit 1997 in Oberwölz beheimatet ist. Die 14 Gastkapellen marschierten sternförmig auf den zentralen Stadtplatz ein, was in ihren unterschiedlichen Trachten ein farbenprächtiges Bild ergab. Die Festredner sparten dann auch nicht mit Lob und würdigten einhellig den Einsatz, der von den Mitgliedern des Musikvereines Winklern-Oberwölz jahrein und jahraus geleistet wird.

Besonders beeindruckend hat dann das Gesamtspiel mit mehreren hundert Musikerinnen und Musikern geklungen, als die „Wölzer Grüße“ (im Übrigen ebenfalls eine Komposition von Reinfried Galler) und zum Abschluss die steirische Landeshymne ertönten.

Bevor wir unsere Heimreise antraten, galt es noch den Umzug zum Festzelt zu absolvieren, bei dem die teilnehmenden Gruppen nicht nur musikalisch glänzten, sondern auch durch ihre Marschierpräzision hervorstachen. Dazwischen fuhren auch Mottowagen mit, die von den örtlichen Vereinen gestaltet wurden und die entweder das Lokalgeschehen satirisch kommentierten oder dem Musikverein auf die ein oder andere Weise ihre Reverenz erwiesen. Schließlich waren auch einige historische Fahrzeuge waren dabei, die wohl kaum die Euro-4-Abgasnorm erfüllen dürften.

Und dann war das kurzweilige Wochenende leider schon fast vorbei. Über den „flüssigen Proviant“ der Oberwölzer für die Busfahrt haben wir uns noch sehr gefreut, und der herzliche Abschied wurde uns durch die Aussicht auf ein baldiges Wiedersehen gar nicht so schwer. Denn am Jubiläumswochenende 08./09. September 2018 wird der Musikverein Winklern-Oberwölz zu uns nach Freising kommen, um dann gemeinsam unseren 20-jährigen Geburtstag zu feiern.

Bildquelle: Lutz Zipser

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10-jähriges Partnerschaftsjubiläum Innichen-Freising https://www.stadtkapelle-freising.org/10-jaehriges-partnerschaftsjubilaeum-innichen-freising/ https://www.stadtkapelle-freising.org/10-jaehriges-partnerschaftsjubilaeum-innichen-freising/#respond Mon, 17 Jul 2017 21:17:43 +0000 http://www.stadtkapelle-freising.org/?p=405 Neue Freundschaften anknüpfen und bestehende Freundschaften vertiefen: gemäß diesem Motto besuchte eine Freisinger Delegation vom 14. bis 16. Juli 2017 unsere Partnerstadt Innichen. Den Anlass bildete das 10-jährige Bestehen des Partnerschaftsvertrages, auch die Stadtkapelle war mit einer 15-köpfigen Abordnung dabei. Nach Ankunft am Freitagabend besuchten wir das Marktlfest, das alle zwei Jahre die Innichner Innenstadt [...]

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Neue Freundschaften anknüpfen und bestehende Freundschaften vertiefen: gemäß diesem Motto besuchte eine Freisinger Delegation vom 14. bis 16. Juli 2017 unsere Partnerstadt Innichen. Den Anlass bildete das 10-jährige Bestehen des Partnerschaftsvertrages, auch die Stadtkapelle war mit einer 15-köpfigen Abordnung dabei.

Nach Ankunft am Freitagabend besuchten wir das Marktlfest, das alle zwei Jahre die Innichner Innenstadt zur Festmeile verwandelt. So gab es an diversen Standln einheimische Köstlichkeiten wie Knödelvariationen, Tirtlan oder Strauben zu genießen. Auf mehreren Bühnen unterhielten Musikgruppen die zahlreichen Festgäste von traditioneller Blasmusik bis hin zu Rock. Nur die Temperatur war etwas unterkühlt, es fühlte sich nicht nach Juli, sondern nach einem lauen Spätherbstabend an – die Freude ließen wir uns davon aber nicht rauben.

Geschichte, wie man sonst nur aus Büchern kennt, erlebten wir am Samstag ganz handgreiflich. Bei einem Ausflug auf die Rotwandwiesen erfuhren wir hautnah viele Details über den Stellungskrieg von 1915 bis 1918. Unter fachkundiger Führung wurden die baulichen Überbleibsel der Dolomitenfront besichtigt, sodass man zumindest ansatzweise den entbehrungs- und verlustreichen soldatischen Alltag im Hochgebirge nachvollziehen konnte.

Der eigentliche Höhepunkt fand am Samstagabend im Innenhof des Franziskanerklosters statt, wo das zehnjährige Bestehen des Partnerschaftsabkommens gefeiert wurde. Innichen und Freising verbindet zwar eine mehr als tausendjährige Geschichte, war doch der Fürstbischof von Freising weltlicher Herrscher der Hofmark Innichen. Nach der Säkularisation 1803 allerdings erstarben die Kontakte, um erst 1969 anlässlich der 1200-Jahr-Feier von Innichen wiederbelebt zu werden, was 2007 schließlich in die Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages mündete.

Über diese historischen Eckpunkte berichteten die Festredner – unter ihnen die früheren (Ober-)Bürgermeister Josef Passler aus Innichen und Dieter Thalhammer aus Freising. Auch die amtierenden Gemeindechefs Rosmarie Burgmann und Tobias Eschenbacher unterstrichen in ihren Reden den Wert der Städtepartnerschaft für die Völkerverständigung. Über alle Ansprachen hinweg zog sich der Wunsch, dass die Städtepartnerschaft zwischen Innichen und Freising ein kleiner Mosaikstein für das europäische Friedensprojekt sein möge, damit Ereignisse wie die Dolomitenfront, die wir vom Ausflug noch eindrücklich vor Augen hatten, sich nie mehr wiederholen mögen. Wer wollte da widersprechen?

Aufgelockert wurde die Feierstunde durch einen Bildvortrag von Herbert Watschinger mit Fotos aus den vergangenen zehn Jahren, wo sich auch das ein oder andere Mitglied der Stadtkapelle wiedererkennen konnte. Amüsante Anekdoten und launige Kommentare fehlten ebenso wenig wie ein kurzer Ausblick auf die geplanten Feierlichkeiten für die 1250-Jahr-Feier im Jahr 2019.

Beim anschließenden Umtrunk stellte die Stadtkapelle wieder einmal ihre Spontaneität unter Beweis: zunächst ergriffen die Musikerinnen und Musiker kurz entschlossen ihre Instrumente und füllten damit ein musikalisches Vakuum. Die Gäste waren so begeistert, dass sogar das seit Jahrhunderten befolgte Tanztabu im Kloster gebrochen wurde. Im Anschluss daran marschierte die Stadtkapelle spontan durch die Innichner Innenstadt auf das Marktlfest, wo sich dann bayerische Blasmusik mit elektronischen Beats mischte.

Als Besonderheit ist zu erwähnen, dass in Freising zeitgleich das Altstadtfest stattfand, wo die Stadtkapelle traditionellerweise einen Auftritt bestreitet. Durch die in den letzten Jahren angewachsene Personalstärke konnte auch dieses Konzert von den daheim gebliebenen Mitgliedern gespielt werden, sodass die Stadtkapelle zur gleichen Stunde an zwei verschiedenen Orten musizierte.

Vor der Heimreise hatten wir am Sonntagmorgen noch die ehrenvolle Aufgabe, den Gottesdienst in der altehrwürdigen Stiftskirche mitzugestalten. Insbesondere das Zusammenspiel mit der Orgel war aufgrund der äußerst kurzen gemeinsamen Probezeit von 30 Minuten nicht ohne Risiko, wurde von den Kirchenbesuchern jedoch als sehr gelungen gelobt – no risk, no fun! Wesentlich dazu beigetragen hat auch, dass wir mit dem Organisten Martin Gasser auf einer Wellenlänge waren und uns auf Anhieb gut verstanden haben. Besonders beeindruckt haben uns die in die Orgel eingebauten „Special Effects“, so erklingt auf Knopfdruck Glockengebimmel oder Vogelgezwitscher.

Wir haben den Besuch bei unserer Partnergemeinde Innichen sehr genossen, wurden herzlich aufgenommen und fühlten uns sauwohl. Wir haben bleibende Eindrücke mitgenommen, nette Leute kennengelernt und auch viel Spaß gehabt. Daher möchten wir uns bei allen bedanken, die diesen Besuch ermöglicht und so erlebnisreich gestaltet haben.

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Vive Arpajon! Vive Freising! https://www.stadtkapelle-freising.org/vive-arpajon-vive-freising/ https://www.stadtkapelle-freising.org/vive-arpajon-vive-freising/#comments Sat, 29 Oct 2016 19:04:47 +0000 http://www.stadtkapelle-freising.org/?p=281 Dieser Ausruf ertönte des Öfteren am Wochenende 16. – 18.9. im französischen Arpajon. Grund hierfür war das 25-jähige Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Freising und Arpajon. 16 Mitglieder der SKF waren der Einladung nach Frankreich gefolgt und begleiteten die Abordnung der Stadt Freising. Vor Ort wurden die Feierlichkeiten in die in Arpajon jährlich stattfindende Bohnenmesse – [...]

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Dieser Ausruf ertönte des Öfteren am Wochenende 16. – 18.9. im französischen Arpajon. Grund hierfür war das 25-jähige Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Freising und Arpajon. 16 Mitglieder der SKF waren der Einladung nach Frankreich gefolgt und begleiteten die Abordnung der Stadt Freising. Vor Ort wurden die Feierlichkeiten in die in Arpajon jährlich stattfindende Bohnenmesse – heuer zum 85. Mal – eingebettet.

Das Jubiläumswochenende startete nach der Anreise am Freitag mit Zwischenstopp in Reims mit einem Partnerschaftsabend, bei dem alte Freunde begrüßt werden konnten. Am Samstagvormittag marschierte die Stadtkapelle Freising in die Innenstadt von Arpajon, um die aus Deutschland angereiste Delegation zur Eröffnung der Bohnenmesse in der Markthalle zu geleiten. Nach der Eintragung unseres OB Tobias Eschenbacher, Odilo Zapf, als Vorsitzender der Stadtkapelle Freising und weiterer Honoratioren ins Goldene Buch der Stadt stand der gemeinsame Messerundgang auf dem Programm. Dabei wurden die bayerischen Gäste vom ansässigen Bürgermeister Christian Béraud in die Geheimnisse rund um die im Umland Arpajons angebaute Bohne eingeführt, verkosteten regionale Spezialitäten und lernten das lokale Handwerk kennen. Den Mittepunkt der Ausstellung bildete die Vorführung des Bohnenanbaus und -ernte mit historischem landwirtschaftlichem Gerät. Die Stadtkapelle sorgte dabei für die bayerisch-musikalische Präsenz.

Zum Ende des Rundgangs schloss sich der Festakt zum Partnerschaftsjubiläum an. Beim anschließenden Empfang im Kulturzentrum konnten die am Freitag geschlossenen Bekanntschaften zwischen Franzosen und Deutschen intensiviert werden. Nicht zuletzt die kulinarischen Genüsse, Bohnen in unterschiedlichen Formen, heiß mit Jacobsmuscheln, als Dip zum Baguette, oder als Salat, bunte Macarons und Torten sowie der gereichte Champagner trugen zum Gelingen der Veranstaltung bei – gelebte Partnerschaft eben. Im Anschluss blieb nur für eine kurze Stadtführung Zeit, die Claude Brun, Vorsitzender des Partnerschaftsvereins für die Freisinger Stadtkapelle durchführte.

Zurück im Kulturzentrum bereitete sich die Stadtkapelle zusammen mit der Harmonie d’Arpajon auf den Festabend vor. Hier wechselten sich im ersten Teil bayerische mit französischen Klängen ab, bevor die beiden Kapellen – dem europäischen Gedankten folgend – gemeinsam „La vita est bella“, die Nationalhymnen und die Europahymne vortrugen. Bei den anschließenden Festreden wurde erneut die intensiv gelebte Partnerschaft zwischen Arpajon und Freising hervorgehoben; basierend auf der Verbindung durch den Hl. Korbinian sind in 25 Jahren zahlreiche Freundschaften und ein reger Austausch entstanden.

Fortgesetzt wurde der Austausch beim kulinarischen Teil des Abends, der – nach französischer Gepflogenheit – erst gegen 22 Uhr startete, dafür aber auch bis weit nach Mitternacht andauerte. Auch hier sorgte bayerische Blasmusik in Quartett-Besetzung für gute Stimmung wie auch das ein oder andere tanzende Paar zwischen den Tischen.

Nach einer herzlichen Verabschiedung am Sonntagmorgen ging es für die Delegation aus Bayern wieder per Bus Richtung Freising…

Die Stadtkapelle Freising möchte sich an dieser Stelle recht herzlich bei Allen bedanken, die den erneuten Austausch mit unserer Partnergemeinde ermöglicht und so angenehm gestaltet haben.

Vive Arpajon! Vive Freising!

 

Ausführlicher Bericht der Stadt Freising: http://www.freising.de/rathaus/online-dabei/jubilaeumsfeier-in-arpajon/

Fotos: Sabina Dannoura

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Partnerschaftsbesuch in Slowenien https://www.stadtkapelle-freising.org/partnerschaftsbesuch-in-slowenien/ https://www.stadtkapelle-freising.org/partnerschaftsbesuch-in-slowenien/#respond Sun, 14 Sep 2014 19:38:51 +0000 http://www.stadtkapelle-freising.org/?p=149 Zehn Jahre ist es bereits her, dass die Städtepartnerschaft zwischen dem slowenischen Škofja Loka, einst von Freisinger Bischöfen verwaltet, und Freising besiegelt wurde. Bevor in einigen Monaten dieses Jubiläum offiziell gefeiert wird, reiste die Stadtkapelle Freising, begleitet von der Zweiten Bürgermeisterin, Eva Bönig, schon jetzt in die Stadt an der Sora. Dort nahm die 30-köpfige [...]

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Zehn Jahre ist es bereits her, dass die Städtepartnerschaft zwischen dem slowenischen Škofja Loka, einst von Freisinger Bischöfen verwaltet, und Freising besiegelt wurde. Bevor in einigen Monaten dieses Jubiläum offiziell gefeiert wird, reiste die Stadtkapelle Freising, begleitet von der Zweiten Bürgermeisterin, Eva Bönig, schon jetzt in die Stadt an der Sora.

Dort nahm die 30-köpfige Kapelle am Blasmusikfestival LOKA JO PIHA 2014 teil und präsentierte ihre musikalische Vielfalt mit bayerisch-böhmischen Stücken und Klängen aus der Filmwelt. Zu hören waren unter anderem „Virginia“, „Gladiator“, „Moment for Morricone“ oder der „Fliegermarsch“ und die Polka „Wir Musikanten“. Neben dem Pihalni Orkester aus Škofja Loka erfreuten außerdem die Kapelle Godba Gorje, das Pihalni orkester Litija und das Puhački orkestar “ Naša sloga“ Babići ihre Zuhörer mit teils typisch slowenischen, teils swingigen Kompositionen.

„Die Fahrt hat mir sehr viel Spaß gemacht“, resümiert Eva Bönig, die zum ersten Mal in der Partnerstadt zu Besuch war. „Die Stadtkapelle hat Freising wieder einmal bestens repräsentiert.“ Und auch Mirjam Jan-Blažić, Wirtschaftsreferentin von Škofja Loka und Verantwortliche für die Partnerschaft, sah das Wochenende als eine Möglichkeit an, etwas über die gemeinsame Geschichte zu lernen, die die beiden Städte seit 973 miteinander verbindet.

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Fronleichnam im Vatikan https://www.stadtkapelle-freising.org/fronleichnam-im-vatikan/ https://www.stadtkapelle-freising.org/fronleichnam-im-vatikan/#respond Thu, 13 Jun 2013 19:45:10 +0000 http://www.stadtkapelle-freising.org/?p=153 Die „Ewige Stadt“ ist mit Sicherheit eines der beliebtesten Ziele für Städtetouris. Fast jeder kennt die üblichen Sehenswürdigkeiten – Fontana di Trevi, Spanische Treppe, Colosseum. Und natürlich den Petersdom, auf Reisefotos gebannt. Soweit, so gut – so normal. Das Vergnügen – die Ehre – die uns zuteil wurde, wird indes länger nachwirken, als Digitalfotos heutzutage [...]

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Die „Ewige Stadt“ ist mit Sicherheit eines der beliebtesten Ziele für Städtetouris. Fast jeder kennt die üblichen Sehenswürdigkeiten – Fontana di Trevi, Spanische Treppe, Colosseum. Und natürlich den Petersdom, auf Reisefotos gebannt. Soweit, so gut – so normal.

Das Vergnügen – die Ehre – die uns zuteil wurde, wird indes länger nachwirken, als Digitalfotos heutzutage haltbar sind. Jeder von uns Musikanten hat seine persönlichen Eindrücke mitgenommen, die keiner jemals vergessen wird.

Inmitten dieser überlaufenen Stadt, die selbst in der Vatikanstadt nur touristisch und wenig sakral wirkt, dürfen wir durch die „Porta di Bronzo“ schreiten. Es klingt albern, aber durch den Eingang zum Apostolischen Palast geht man doch nicht einfach nur: Dort, wo man sich vom Touristenstrom trennt, wird man sich spätestens bewusst, einen besonderen Weg zu be-schreiten. Die Schweizer Gardisten salutieren; vielleicht sind sie auch ein bisschen froh darüber, nicht die einzigen in bunten Klamotten zu sein.

Langes Warten auf der Scala Regia, der Königlichen Treppe. Nervosität ist es nicht einmal, mehr die gespannte Erwartung dessen, was noch so folgen wird. Der italienische Kameramann des Bayerischen Fernsehens packt sein Gerät aus und hält fest, wie der Oberbürgermeister die notwendigen Protokolle unterzeichnet. Dann endlich geht es weiter. Ein Schweizer Gardist und sein Kollege in Zivil geleiten uns durch das Treppenhaus Pius IX. auf den Damasushof. Eine gepanzerte Limousine rollt heran – der deutsche Botschafter im Vatikan, erfahren wir. Ein weiteres Treppenhaus führt uns über zwei Stockwerke endlich zum Ziel – die Sala Clementina.

Beim ersten Anblick des Saales stockt mir der Atem – wunderschöne Malereien an Wänden und Decke verleihen ihm diese ganz spezielle Aura. Was für ein Rahmen für einen persönlichen Empfang des Papstes! Der zweite Gedanke geht an die Akustik: Oha, eine steinerne Turnhalle mit Marmorboden, eine echte Herausforderung. Unser Kapellmeister ermahnt uns, an die Lautstärke zu denken. Mensch Jürgen, zumindest heute kannst Du Dich hundertprozentig auf uns verlassen.

Das Kommando lautet – geht die Seitentür auf und das Licht wird heller: Dann spielen! Ewiges Warten, die Spannung ist kaum zu beschreiben. Aller Blicke richten sich auf die Holztür, als sie sich endlich öffnet. Im gleichen Augenblick schießt ein Arm heraus, der beschwichtigend „halt, halt!“ sagen will. Der Arm gehört zur rechten Hand des Papstes, Monsignore Georg Gänswein – dem schönsten Mann im Vatikan. Das ist nicht mein Urteil, sondern ein allgemein kolportiertes. Der Privatsekretär tuschelt mit Kapellmeister Wüst und verschwindet wieder. Eine Planänderung in letzter Sekunde, wo gibt’s denn sowas? Der Papst will die Bayernhymne in der Mitte und nicht am Schluss. Okay, soll er bekommen. Weil’s der Papst ist.

Als es dann endlich losgeht, stimmen wir den Fliegermarsch an. Der Papst lacht. Aus Freude über die ungewohnten Klänge in diesem wahnsinnig festlichen Saal? Ich hoffe es in diesem Augenblick. Im nächsten denke ich mir: Um Gottes Willen, was ist das für eine Akustik?! Vorne muss ja nur ein einziger Klangbrei ankommen… Delegationsmitglieder der Stadt sagen uns hinterher, dass es sich wunderbar angehört hat. Verklärte Rückschau? Egal, wir machen das Beste draus und genießen den Nachhall des Schlussakkords.

Wir sind Zeugen einer Rede des Oberbürgermeisters, in der er den Papst an seine Freisinger Zeit erinnert. Dessen Replik fällt ebenso launisch wie ehrlich aus – und vor allem ohne jedes Manuskript. Er erinnert sich an den entscheidenden Moment der Priesterweihe im Freisinger Dom: Bäuchlings auf dem Boden liegend, allein mit sich und dem Weg, den er beschreiten will. Ab wann weiß man eigentlich, dass man später mal Papst wird, schießt mir ein skurriler Gedanke durch den Kopf. Lange Spaziergänge durch die Isarauen, die letzten Jahre mit seinen Eltern auf dem Domberg. Eine sehr persönliche Geschichte, eine enge Verbundenheit. Was er wohl damals den Marktlern oder in Altötting erzählt hat?

Kurze Unsicherheit, was passiert? „Jetzt hätte ich beinahe das wichtigste vergessen, den Segen!“ Der Mann hat Humor, unglaublich. Irgendwie doch nur ein Mensch. Wieviel von Gott hat er eigentlich? Noch so ein Gedanke.

Endlich Shakehands. Endlich dürfen die Wichtigen wichtige Worte im Zwiegespräch an den Papst richten. Es hat etwas, das ganze aus sicherer Entfernung zu beobachten. Wir sind uns unserer Aufgabe bewusst – die Zeremonie würdig zu gestalten, ihr aber auf der anderen Seite auch etwas ihrer Bierernsthaftigkeit zu nehmen. Wir bringen einen ehrlichen, musikalischen Gruß aus der Heimat, der mehr sagt als lange Worte. Und sollte der Papst doch zu uns herkommen, haben wir uns auf ein „Grüß Gott“ geeinigt. Ganz soweit kommt es nicht, aber immerhin gibt es ein wunderschönes Gruppenfoto der Stadtkapelle mit dem Mann in den roten Schuhen. Da fällt mir ein, ich wollte Jürgen und Odilo doch einmal fragen, was sie ihm nun zur Begrüßung gesagt haben.

Was bleibt, nachdem es vorbei ist? Ein Gefühl, das sich erst im Laufe der nächsten Tage einstellt, wenn die vielen Fragen und „Erzähl doch mal“ kommen. Ein Gefühl von Einmaligkeit. Auch ein Gefühl von „So schlimm war‘s dann ja gar nicht“. Und ein Gefühl von „Wir sind Papst“. Und ganz ehrlich gesagt – das fühlt sich nicht schlecht an.

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